Die Vereinigung Cockpit verurteilt einen geplanten Stellenabbau und die Halbierung der Flotte bei TUIfly als missbräuchlich und verantwortungslos. Der Mutterkonzern TUI hat bislang 1,8 Milliarden Euro an staatlicher Hilfe in Deutschland bekommen und will nun rund 700 Stellen beim Flugpersonal in Deutschland abbauen.
Auch wenn die weit größeren Auswirkungen für Austrian Airlines in die Zeit des 2. Quartals fallen wird, spiegelt sich die Coronakrise bedingte Entwicklung auch in den Finanzzahlen des 1. Quartals wider: Umsatz und Passagierzahlen der Fluglinie brachen um etwa ein Viertel im Vergleich zum Vorjahr ein.
Der Flughafen Zürich will bis 2050 die eigenen CO2-Emissionen netto auf Null senken. An diesem Vorhaben hat auch das Coronavirus nichts verändert. In diesen Tagen ist ZUE deshalb eine Partnerschaft mit dem jungen Hightech-Unternehmen Synhelion SA eingegangen und unterstützt damit langfristig die Forschung und Entwicklung von synthetischen Treibstoffen.
Die Rettung Lufthansa erfordert die Genehmigung durch die EU-Kommission. Aus Brüssel heißt es, die Lufthansa solle Slots und Logistik an Mitbewerber zur Verfügung stellen. Die Vereinigung Cockpit kritisiert dies scharf und erwartet in diesem Zusammenhang von allen zuständigen Stellen, den Wettbewerb nicht zu verzerren.
Im April 2020 sind 26.913 Passagiere über den Flughafen Zürich geflogen. Das entspricht einem Minus von 99,0 Prozent gegenüber derselben Periode des Vorjahres. So wenige Passagiere durchschnittlich pro Monat sind das letzte Mal 1952 über den Flughafen Zürich gereist, vier Jahre nach Aufnahme des Flugbetriebs.
Den Dortmund Airport nutzten im April 2020 nur 3.576 Fluggäste. Die Anzahl der Passagiere sank damit auf 1,5 Prozent des Vorjahresniveaus. Die Flugbewegungen gingen im selben Zeitraumim Vergleich zum Vorjahresmonat um 76 Prozent auf 653 Bewegungen zurück. Nur zu zwei Städten gab es noch regulären Flugverkehr.
Die Coronakrise bringt den internationalen Passagierverkehr fast gänzlich zum Erliegen. Doch die Frachtflugzeuge fliegen weiter. Trotz der drastischen Auswirkungen der Pandemie auf den Flugverkehr verzeichnet der Leipzig/Halle Airport, bei dem besonders Luftfracht abgefertigt wird, beim Frachtaufkommen nahezu das Vorjahresniveau.
Der Konzernumsatz sank im ersten Quartal auf vorläufiger Basis aufgrund der globalen Ausbreitung des Coronavirus, und der erlassenen Reisebeschränkungen haben, um 18 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro (Vorjahr: 7,8 Milliarden Euro). Die Ergebnisentwicklung der Lufthansa Group wurde ab dem ersten Quartal 2020 damit erheblich belastet.