Nachdem Alba und Oriana für das europäische Navigationssystem ihre anfänglichen In-Orbit-Tests bestanden haben sind die beiden Galileo FOC (Full Operational Capability) Satelliten Nummer 5 und 6 an das Galileo-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen übergeben worden. Die Übergabe der Satelliten von Darmstadt nach Oberpfaffenhofen zum Galileo-Kontrollzentrum hat am 19. und 20. September stattgefunden. Die Navigationsnutzlasten von Alba und Oriana müssen nun aber noch eine Reihe von Tests absolvieren, die vom ESA-Zentrum in Belgien und den Galileo-Kontrollzentren in Oberpfaffenhofen und Fucino (Italien) durchgeführt werden.
Airbus Defence and Space hat erstmals mit dem Bau eines Teils für das European Service Module (ESM) begonnen, das im Raumschiff Orion der NASA zum Einsatz kommen soll. Vier Titantanks für das Modul, die anfänglichen Tests dienen, wurden fertiggestellt.
Am 11. September werden die beiden nächsten Satelliten für das europäische Satellitennavigationssystem Galileo gestartet, womit ein weiterer Schritt zum Aufbau der orbitalen Konstellation und der Erbringung erster Galileo-Dienste vollzogen wird. Die Galileo-Satelliten 9 und 10 sollen am 11. September um 04:08 Uhr MESZ (10. September um 23:08 Uhr Ortszeit) gemeinsam an Bord einer Sojus-Trägerrakete von Europas Raumflughafen in Französisch-Guayana aus abheben. Nach einer orbitalen Testphase dürften sie im Herbst ihren Betrieb aufnehmen.
LISA Pathfinder, der Technologiedemonstrator der ESA zur Aufspürung von Gravitationswellen, soll im November an Bord einer Vega-Trägerrakete von Europas Raumflughafen Kourou in Französisch-Guayana aus gestartet werden.
Heute hat das abbildende Radiometer SEVIRI (Spinning Enhanced Visible and Infrared Imager) an Bord von Europas neuem geostationären Wettersatelliten MSG‑4 das erste Bild der Erde eingefangen.
Ab Ende 2019 soll das neue satellitengestützte Radar-Aufklärungssystem SARah der deutschen Bundeswehr als Nachfolge des derzeitigen SAR-Lupe Systems in Betrieb genommen werden. Vom Hauptauftragnehmer OHB System AG erhielt Ruag Space den Auftrag zur Lieferung der Navigationsempfänger für die beiden Reflektor-Satelliten.
Am 26. Juli um 11:30 Uhr MESZ hat EUMETSAT die Kontrolle über den letzten Satelliten der zweiten Meteosat-Generation, MSG‑4, übernommen. Dies folgt an den erfolgreichen Start des Satelliten am 15. Juli an Bord einer Ariane‑5 von Europas Raumflughafen in Französisch-Guayana und die im Auftrag von EUMETSAT vom Raumflugkontrollzentrum der ESA (ESOC) durchgeführten Phase des Starts und der Einsatzerprobung (LEOP). Während der letzten elf Tage wurde der Satellit in die geostationäre Umlaufbahn gebracht, die diversen seine Plattform bildenden Komponenten aktiviert und auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft.