Die Spektakuläre Landung von Philae auf einem Kometen hat es vorgemacht, nun folgt die nächste Lande-Premiere auf einem Himmelskörper: der Start der Hayabusa-2-Sonde. Der Asteroidenlander MASCOT (Mobile Asteroid Surface Scout) startet an Bord der japanischen Hayabusa-2-Sonde vom Tanegashima Space Centre zum Asteroiden 1999 JU 3. Aufgrund schlechter Wetterbedingungen wurde der Start von Sonntag auf Montag, 01. Dezember 2014 um 05:22 Uhr, verschoben.
Die bevorstehende Tagung auf Ministerebene des Rates der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) findet am 02. Dezember in Luxemburg statt. Zu den wichtigsten Themen wurden drei zur Annahme vorgelegte Entschließungen verfasst. Dabei geht es um den eigenständigen Zugang Europas zum Weltraum und seine Bedeutung für Europa insgesamt, die Weltraumexplorationsstrategie für den Low Earth Orbit, Mond und Mars, sowie die Weiterentwicklung der ESA selbst.
Nur noch drei Kilometer entfernt vom Kometen blickte die Kamera ROLIS bei diesem Stereobild auf den Kopf und den dahinterliegenden Körper von Churyumov-Gerasimenko. Unter sich den geplanten Landeplatz Agilkia, rechts oben im Blickfeld einen Fuß des Landegestells, sinkt die Kamera an der Unterseite des Landers im Schritttempo auf die Kometenoberfläche zu.
Mit dem russischen Fracht- und Antriebsmodul "Sarja" – zu Deutsch "Sonnenaufgang" – begann am 20. November 1998 der Aufbau der Internationalen Raumstation ISS. Heute ist das ATV (Automated Transfer Vehicle) das europäische Versorgungsfahrzeug für die ISS.
Die ESA hat bestätigt, dass Philae korrekt auf dem Kometen steht. Die ROLIS-Kamera konnte einige Rundum-Fotos schießen. Zunächst herrschte Unklarheit, da der Kontakt mit der Kometenoberfläche eindeutig zustande kam. Jedoch wurde dann eine Taumeln in den Signalen festgestellt, und man konnte lange Zeit nicht sagen, wo sich Philae befindet. In der Nacht herrschte dann Gewissheit. Es hat tatsächlich drei Landungen gegeben, sagte die ESA. Auch der Landespot wurde hervorragend getroffen, "man hätte nicht mehr Glück haben können. Zumindest, bei der ersten Landung".
Der Count Down für die Kometenlandung läuft. Philae wurde von Rosetta abekoppelt und es gelang, den Lander per Funk wieder zu kontaktieren. Für kurzen Schreck sorgte die Nachricht, dass die Kaltgas-Düse, welche den Lander auf den Kometenboden drücken soll, wohl nicht funktioniert. Damit müsse man sich voll auf die Harpunen verlassen, welche Philae in den Grund schießen wird, um sich zu verankern, so die ESA. Schließlich soll der Lander den Kometen auch anbohren.
Zurzeit wird der Lander Philae aufgeheizt, damit er pünktlich zur Landung auf dem Kometen Churyumov-Gerasimenko auch die richtige Temperatur hat. Schichtdienst rund um die Uhr gilt daher für das Team im Lander Control Center (LCC) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Gestern Abend begannen um 19:00 Uhr die letzten Vorbereitungen für Separation, Abstieg und Landung. Heute um 02:35 Uhr, fällt dann die Entscheidung: Ist Philae fit für die Landung und kann das Lander Control Center des DLR Grünes Licht für die Separation geben?
1969 entdeckten Svetlana Gerasimenko und Klim Churuymov den Kometen, auf dem am 12. November 2014 der vom DLR gesteuerte Lander Philae eine Premiere vollbringen soll: die erste Landung auf einem Kometen überhaupt.
Ein widerspenstiger Bolzen und knifflige Zusammenbauten im All machen den Elektromagnetischen Levitator (EML) schon vor seinem wissenschaftlichen Einsatz zu einem besonders anspruchsvollen Experiment auf der Internationalen Raumstation ISS.
Der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst ist nach fünfeinhalb Monaten im All wieder zurück auf der Erde: der 38 Jahre alte Geophysiker und Flugingenieur landete am 10. November 2014 nach dreieinhalb Stunden Flugzeit an Bord eines russischen Sojus-Raumschiffs um 04:58 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (09:58 Uhr Ortszeit) in der kasachischen Steppe, rund 100 Kilometer von der Stadt Arkalik entfernt.