Seit Juni 2007 kreist der Radarsatellit TerraSAR-X um die Erde, im Juni 2010 folgte ihm sein Zwilling TanDEM-X ins All. Seit knapp vier Jahren werden nun beide Satelliten beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im engen Formationsflug betrieben. Die Satelliten nahmen dabei Daten für die neue globale Topographie der Erde auf.
Wenn sich heute, am 07. Oktober 2014, um 14:10 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) die Luke am amerikanischen Quest-Modul der Internationalen Raumstation ISS öffnet, beginnt für den deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst die wohl herausforderndste Aufgabe seines sechsmonatigen Aufenthaltes im All.
Die ESA gab nun die genauen Daten für Landung an zwei möglichen Stellen auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko bekannt. Der ausgewählte "Landeplatz J" liegt auf der kleineren der beiden Kometenhälften, eine Ersatzstelle befindet sich auf der größeren Hälfte. Die Landeplätze wurden nur sechs Wochen nach der Ankunft Rosettas am Kometen am 06. August ausgewählt, zu dem die Raumsonde zehn Jahre lang im Sonnensystem unterwegs war. Seitdem hat Rosetta bereits eine beispiellose wissenschaftliche Analyse des Kometen durchgeführt, bei dem es sich um ein Relikt aus der Anfangszeit der 4,6 Milliarden Jahre Geschichte des Sonnensystems handelt.
Mitte September wurde der "Landeplatz J" auf dem Kometen Churyumov-Gerasimenko ausgewählt. Nun gibt es zum Abstieg des Kometenlanders Philae einen genauen Zeitplan. Der Lander der ESA-Raumsonde Rosetta soll am 12. November 2014 um 09:35 Uhr morgens rund 22,5 Kilometer entfernt vom Kometenzentrum abdocken und rund sieben Stunden später auf dem Kometen aufsetzen.
Das Erntejahr 2014 nähert sich dem Ende und in ganz Deutschland zeichnen sich für Weizen, Mais & Co. insgesamt gute Erträge ab. Standortabhängig zeigen sich jedoch extreme Unterschiede. Für optimalen Anbau ist es daher wichtig, den Zustand des Bodens und der Pflanze regelmäßig und flächendeckend erfassen können. Am besten mit Radar.
Das Rosetta-Landegerät Philae wird also Landeplatz J ansteuern, eine faszinierende Region auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko, die ein einzigartiges wissenschaftliches Potenzial bietet und dabei für das Landegerät im Vergleich zu den anderen möglichen Aufsetzstellen mit einem minimalen Risiko verbunden ist.
Nach 100 Tagen im All ist der Schwebezustand für ESA-Astronaut Alexander Gerst schon Normalität geworden. Allerdings: In der Welt der Schwerelosigkeit laufen selbst einfache Experimente anders ab als auf der Erde. "Flying Classroom" nennt sich dabei eine Experiment-Reihe, die das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Team mit der ESA entwickelt hat.
Blasenfrei Treibstoff zapfen: Das ist kein Problem an der Tankstelle um die Ecke – sehr wohl aber im Weltraum, wo die Schwerkraft fehlt. Heute ging die vierte und letzte Experimentserie des Strömungsexperimentes Capillary Channel Flow (CCF) auf der Internationalen Raumstation ISS zu Ende, die am 05. August 2014 begonnen hatte.
Vier Monate lang hat Lucie Poulet vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) auf dem Mars gelebt, hat im Raumanzug den Roten Planeten erkundet und im Inneren der kuppelförmigen Marsstation Gemüse gezüchtet. Allerdings: Dabei entfernte sie sich keinen Zentimeter von ihrem Heimatplaneten Erde, denn das Habitat steht auf Hawaii am nördlichen Hang des Mauna Loa.
Er ist einer der größten Vulkane Europas, befindet sich unter dem größten Gletscher Europas und ist seit Mitte August 2014 wieder aktiv – der Bardarbunga auf Island. DLR-Wissenschaftler haben ihn und das dazugehörige Vulkansystem, ein gewaltiges Netz aus unterirdischen Magmakanälen, Schloten und Kratern, schon seit einigen Jahren genau im Blick.
NASA ruft Menschen aus aller Welt dazu auf, Kurznachrichten und Bilder über Soziale Netzwerke einzureichen, um sie in einer Zeitkapsel eines Raumfahrzeuges zum Asteroiden zu schicken. Die Mission soll 2016 starten und drei Jahre später am Asteroiden Bennu ankommen, dort eine Probe nehmen, um diese 2023 wieder zur Erde zu bringen.
Der erste Blick von Satellit AISat auf die russische Kamtschatka-Halbinsel und die Bering-See, und der Empfänger zeichnete innerhalb von acht Minuten AIS-Signale (Automatic Identification System) von 45 Schiffen auf. Zu diesem Zeitpunkt war allerdings erst nur eine herkömmliche Antenne an Bord des Satelliten im Einsatz. Doch mit der Spezialantenne wurden es bald viel mehr.
Kometen sind Zeitkapseln, die primitives Material aus dem Zeitalter der Entstehung der Sonne und der Planeten enthalten. Mit der Untersuchung von Gas, Staub, Aufbau des Kerns und anderem organischem Material des Kometen aus der Ferne und an dessen Oberfläche dürfte die Rosetta-Mission nicht nur der Schlüssel zur Enthüllung der Entstehung und Entwicklung unseres Sonnensystems Geschichte sein, sondern auch Fragen zum Ursprung des Wassers und vielleicht gar des Lebens auf der Erde beantworten. Am 15. September will die ESA den bevorzugten Landeplatz auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko ein, auf dem das Rosetta-Landegerät Philae im November die erste Kometenlandung der Geschichte in Angriff nehmen wird.