Angesichts von mehr als 750.000 gefährlichen Trümmerteilen, die aktuell die Erde umkreisen, sehen Raumfahrtagenturen dringend koordinierte internationale Maßnahmen als erforderlich, um die Sicherheit der Raumfahrt langfristig zu gewährleisten. Darüber herrschte Einigkeit bei der bislang größten europäischen Konferenz über Weltraumschrott. ESA-Generaldirektor Jan Wörner appellierte an die Beteiligten des Raumfahrtsektors, Schrott in der Erdumlaufbahn möglichst zu vermeiden. Dabei spielt die Entwicklung und Umsetzung des ESA-Programms zur Erfassung der Weltraumlage (Space Situational Awareness oder SSA), das auf der letzten ESA-Ministerratstagung 2016 beschlossen wurde, eine entscheidende Rolle.
Die Anzahl der Satelliten, die in den Orbit gebracht werden, ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Allein am 15. Februar 2017 hat eine indische Trägerrakete die Rekordanzahl von 104 Satelliten gleichzeitig ins All gebracht. Was bedeuten Starts solcher Satellitenflotten für die Forschung und den Umgang mit Weltraumrückständen?
SpaceX hat erstmals eine seiner wiederverwendbaren Raketen erfolgreich zum zweiten Mal ins All geschickt. Die Falcon 9 hatte dazu einen SES-10 Telekommunikationssatelliten an Bord. Ziel ist ein geostationärer Orbit (Geostationary Transfer Orbit, GTO). Dort soll der Satellit mit 55 Ku-Band-Äquivalenten Dienste für Lateinamerika bereitstellen.
Auf den Tag genau heute vor 25 Jahren, am 19. März 1992, schwebte mit Klaus-Dietrich Flade der erste Deutsche als Kosmonaut in die russische Raumstation MIR ein. Flade ist ausgebildeter Testpilot sowie Luft- und Raumfahrtingenieur und bleibt im Rahmen der MIR’92-Mission sechs Tage lang als Wissenschaftskosmonaut auf dem damals einzigen Außenposten der Menschheit im All.
"Die Astronautin" heißt eine Initiative, in der derzeit eine deutsche Astronautin für eine zehntägige Mission auf der Internationalen Raumstation ISS sucht.
Der zweite Satellit der Sentinel-2-Mission im Rahmen des Copernicus-Programms der EU soll am 07. März um 02:49 Uhr MEZ (06. März um 22:49 Uhr Ortszeit) an Bord eines Vega-Trägers von Europas Raumflughafen in Französisch-Guayana aus starten. Dort werden 100 ausgewählte Akteure aus ganz Europa, geladene Gäste, Erdbeobachtungsexperten der ESA und Vertreter der neuen Nutzergeneration von Copernicus-Daten in einem neuen, informelleren und interaktiven Rahmen zusammenkommen. Neben dem Rednerpult wird in vier Themenecken über "Zivilschutz und Nahrungsmittelsicherheit", "Weltraumtechnologie, Betrieb und Geschäftstrends", "See- und Küstengebiete" sowie "Städte und Gesellschaft" diskutiert.
Eigentlich war das 2009 gestartete NASA-Weltraumteleskop Kepler zur Suche nach extrasolaren Planeten schon 2013 wegen zweier defekter Schwungräder außer Betrieb gesetzt worden. Doch die Missionskontrolle schaffte es, den Teleskop-Orbiter in einem veränderten Betriebsmodus auf seiner Umlaufbahn um die Sonne in eine Raumlage zu manövrieren, die eine Fortsetzung der Mission ermöglichte.
Von außen sehen die Päckchen unspektakulär aus – aber in ihrem Inneren befinden sich jeweils hunderte von kleinen Detektoren, die in der Internationalen Raumstation ISS die kosmische Strahlung erfassen. Nun hat der europäische Astronaut Thomas Pesquet das mittlerweile zehnte Detektoren-Set für das Experiment DOSIS 3D im Forschungslabor Columbus installiert.
Die Plasmakristall-Experimente zählen zu den erfolgreichsten Forschungsarbeiten auf der Internationalen Raumstation ISS. Sie verschaffen grundlegende Erkenntnisse, die insbesondere der Festkörper- und Flüssigkeitsphysik dienen, aber auch Anwendungen in der Weltraumphysik, der Plasmaphysik und Plasmatechnologie sowie der Fusionsforschung ermöglichen.